Schmerzmittel können Nieren schaden


Vorsicht vor Überdosierung
Schmerzmittel können Nieren schaden

Die Nieren filtern täglich rund 180 Liter Flüssigkeit und verarbeiten dabei fast alle Medikamente. Damit sie nicht an ihre Grenzen geraten, gilt es vor allem bei der Einnahme von Schmerzmittel die richtige Dosis zu beachten.

Kopfschmerzen und Nierenschäden – ein Teufelskreis

„Durch die langfristige und hoch dosierte Einnahme von Schmerzmitteln können die Nieren ernste, sogar irreparable Schäden nehmen“, erklärt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer GEK. In vielen Fällen erholen sich geschädigte Nieren wieder. Dennoch gilt es nichts zu riskieren: Durch eine mangelnde Durchblutung droht Gewebe abzusterben oder ein akutes Nierenversagen. Wer Schmerzmittel (Analgetika) einnimmt, sollte sich deshalb stets an die im Beipackzettel angegebenen Tageshöchstdosierungen halten.

„Die Symptome einer geschädigten Nierenfunktion treten erst sehr spät auf oder werden falsch gedeutet. Dazu gehören Fieber, Müdigkeit und weitere typische Erkältungssymptome“, berichtet die Expertin. Auch Kopfschmerzen können auftreten, wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten. Dann droht ein Teufelskreis, wenn Patienten erneut Analgetika gegen die Kopfschmerzen einnehmen.

Abwarten statt nachdosieren

Besonders bei längerer Einnahme ist es ratsam, Rücksprache mit einem Arzt zu halten. Denn bei Selbstmedikation erhöht sich das Risiko einer zu hohen Dosis. „Eine Schmerztablette braucht in der Regel 30 Minuten, um zu wirken. Wer zu früh nachdosiert, belastet seine Nieren unnötig“, warnt Günther. Auch bei Kindern, die unter Stress und Schmerzen leiden, greifen viele Eltern zu häufig und zu schnell zur Tablette. Bei häufigen oder starken Schmerzen empfiehlt die Expertin den Gang zum Arzt: „Es gibt Medikamente, die über einen langen Zeitraum und mit einem konstanten Wirkstoff-Spiegel besser verträglich sind.“

News

Wenn die Linse zwickt
Junge hält eine Kontaktlinse

Helfen Augentropfen bei Kontaktlinsenproblemen?

Viele Kontaktlinsenträger*innen kennen es: Die Augen sind trocken, gereizt oder man hat ein Fremdkörpergefühl. Manche nutzen dagegen Augentropfen. Doch helfen diese auch wirklich?   mehr

Blutdruck messen - aber richtig!
Blutdruck messen - aber richtig!

Kardinalfehler vermeiden

Den Blutdruck selbst zu messen ist für viele Menschen Routine. Automatische Blutdruckmessgeräte für zuhause sind aber nur vermeintlich leicht zu bedienen – denn einige Regeln müssen auch hier beachtet werden, um verlässliche Werte zu erhalten.   mehr

Konsequentere Zahnvorsorge für Kleinkinder
Konsequentere Zahnvorsorge für Kleinkinder

Nun im U-Heft dokumentiert

Je früher eine Vorsorge beginnt, und je gewissenhafter sie eingehalten wird, desto besser ist ihre Wirkung. Das gilt auch und ganz besonders für die zahnärztliche Vorsorge. Damit die Untersuchungen nicht vergessen werden, werden sie nun im Untersuchungsheft für Kinder integriert.   mehr

Mundgesundheit in der Menopause
Mundgesundheit in der Menopause

Zum Schutz der Zähne

Die Hormonumstellung in den Wechseljahren schlägt nicht nur auf Eierstöcke, Gefäße und die Knochensubstanz. Auch Mund und Zähne leiden und müssen deshalb besonders geschützt werden.   mehr

Krebs durch ungesunden Lebensstil
Krebs durch ungesunden Lebensstil

Übergewicht und falsche Ernährung

Krebs ist in Deutschland die zweit häufigste Todesursache – nur an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben mehr Menschen. Viele dieser Krebserkrankungen ließen sich durch eine gesündere Ernährungsweise verhindern.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ratgeber Thema im Februar

Diese Impfungen müssen sein

Diese Impfungen müssen sein

Kindergesundheit im Blick

Impfen ist wichtig: Es schützt Säuglinge und Kleinkinder vor schweren Erkrankungen und deren lebensl ... Zum Ratgeber
Apotheke an der Friedenseiche
Inhaber Nikolaus Wendel
Telefon 040/48 87 78
E-Mail apotheke-friedenseiche@gmx.de