Nikotinbeutel bei Jugendlichen


Trend mit Risiken
Nikotinbeutel bei Jugendlichen
mauritius images / Finn Bjurvoll Hansen / Alamy / Alamy Stock Photos

Nikotin gibt es nicht nur in Zigaretten oder E-Zigaretten, sondern auch in kleinen Beutelchen. Gefährlich ist das vor allem für Jugendliche.

Zwischen Oberlippe und Zahnfleisch

Nach den E-Zigaretten verbreitet sich bei Jugendlichen nun ein neuer Trend: Nikotin in kleinen Beutelchen. Diese werden zwischen Oberlippe und Zahnfleisch gelegt. Das Nikotin wird so über die Mundschleimhaut aufgenommen. Die Beutel sind anders als das in Schweden verbreitete Snus tabakfrei, beinhalten aber dennoch sehr große Mengen an Nikotin, dazu Aromen und weitere Trägerstoffe. Beworben wird das Produkt auch von Influencer*innen im Internet – so wird ein „Leistungsboosts“ und mehr Energie propagiert.

Schnelle Abhängigkeit droht

Problematisch sind diese Beutelchen aus mehreren Gründen. Zum einen enthalten sie teilweise sehr große Mengen vom Nervengift Nikotin, bis zu 50 mg pro Beutel. Das ist so viel Nikotin wie in 5 Zigaretten. Neben direkten Reaktionen wie Übelkeit, Schwindel oder Ohnmacht kann so auch schnell eine Nikotinabhängigkeit eintreten. Ein längerer Konsum kann die Hirnentwicklung beeinträchtigen und Erkrankungen im Mund-Rachen-Raum verursachen. 

Konsumformen besprechen

Die Beutel sind wahrscheinlich auch deshalb beliebt, weil sie sich unbemerkt von Eltern oder Lehrkräften konsumieren lassen. Sie sind klein, riechen nicht und fallen auch sonst wenig auf. Legal verkauft werden dürfen sie in Deutschland nicht, dennoch sind sie leicht verfügbar: Über Kioske, Shisha-Bars oder Online-Shops kommt man einfach an den Stoff. 
Weil Trends wie Nikotinbeutel schnelllebig sind, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit präventiv die Augen offen zu halten. Eltern sollten sich informieren, was im Internet und der Schule gerade so an Trends kursiert. Dazu ist der Austausch mit Eltern, Lehrern und natürlich den Kindern wichtig. Auch auf den ersten Blick harmlose, neue Konsumformen sollten nicht unterschätzt werden. Fallen Trends auf, sollten diese rechtzeitig mit den Kindern besprochen werden. 

News

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

7 Lebensretter bei allergischem Schock
7 Lebensretter bei allergischem Schock

Gefahr durch Milch oder Erdnuss?

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie kann ein Besuch im Schnellimbiss oder Restaurant lebensgefährlich werden. Um für einen allergischen Schock gewappnet zu sein, haben Betroffene meist einen Adrenalinpen dabei. Folgende sieben Tipps helfen, den Notfall zu beherrschen.   mehr

So schlafen Schichtarbeitende besser

Mann liegt mit Schlafmaske im Bett.

Erst Lichtdusche, dann Sonnenbrille

Viele Schichtarbeiter*innen leiden unter Schlafproblemen und ständiger Müdigkeit. Doch es gibt einige Strategien, mit denen man dagegen angehen kann.   mehr

Früherkennung ist Trumpf
Früherkennung ist Trumpf

Neugeborenenscreening wird erweitert

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.   mehr

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Mai

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
Apotheke an der Friedenseiche
Inhaber Nikolaus Wendel
Telefon 040/48 87 78
E-Mail apotheke-friedenseiche@gmx.de